Amnesty International hat eine dringende Kampagne für drei türkische Staatsbürger eingeführt, die in Malaysia verhaftet wurden. Sie wollen damit die Auslieferung der drei Personen verhindern.

Drei türkische Staatsbürger wurden  in Malaysia, unter dem Anti-Terror-Gesetzt festgenommen und inhaftiert… Es besteht auch der Verdacht, dass falls sie der Türkei ausgeliefert werden, sie unter einer Folter leiden werden, oder ähnliche entwürdigende Behandlungen, ungerechte Gerichtsverfahren oder andere unmenschliche Behandlungen erleben müssen, angesichts dem unerklärlichen Zustand ihrer Festnahme. Die Personen befinden sich momentan in der Polizeidirektion Bukit Aman in Kuala Lumpur.

Am 2. Mai 2017 wurden Turgay Karaman, der Direktor einer Internationalen Schule in Ipoh und Ihsan Aslan, ein Geschäftsmann, von zwei unbekannten Personen in Kuala Lumpur verhaftet. Dem Generalinspekteur der Polizei zufolge, stehen die zwei Männer wegen Tätigkeiten die der Sicherheit von Malaysia schaden könnten, unter Haft. Am 4. Mai wurde Ismet Ozcelik, der Direktor einer Universität, der ebenfalls in Malaysia residierte, aus demselben Grund festgenommen.

Zuvor wurden im Oktober 2016 zwei weitere türkische Staatsbürger in Malaysia in Haft genommen und am darauf folgenden Tag abgeschoben. Beide wurden nach ihrer Ankunft in der Türkei verhaftet und sitzen ohne eine Gerichtsverfahren im Gefängnis.

Alle fünf Personen stehen unter dem Verdacht eine Verbindung zur Gülen Bewegung zu haben, welche die türkische Regierung als Verantwortlicher für den am 15. Juli, gescheiterten Putschversuch sieht. Mehr als 120,000 Personen wurden in der Ermittlung gegen die Bewegung verhaftet.

Wir bitten Sie dem Ministerpräsidenten von Malaysia in englischer Sprache oder in Ihrer eigenen Sprache, folgendes zu schreiben:

  • Das Verlangen von den Autoritätspersonen Malaysias, zur verpflichtenden Befolgung internationaler Menschenrechte, Turgay Karaman, Ismet Ozcelik und Ihsan Aslan oder weitere Personen, nicht an ein Land auszuliefern, in welchem die Gefahr zur Folterung, entwürdigende Behandlung oder ernsthafte Verstöße gegen die Menschenrechte besteht;
  • Das Ausdrücken der Sorge über der willkürlichen Art und Weise, in welcher sie zu folgen nach verhaftet wurden;
  • Die Aufforderung den Männern einen sofortigen Zugriff auf ihre Anwälte, Familienbesuche und ein unabhängiges Gericht zu gewähren und sie daran zu erinnern, in jeder Verhandlung die Kampagne von Amnesty International zu lesen.

Human Rights Watch und UN Human Rights Office für Süd-Ost Asien teilten ebenso die Sorge für die Beschuldigung, dass die Häftlinge als Beamter Malaysias beurteilt wurden, was ausschlaggebend für den Grund der Inhaftierung ist.

Related News