Turgay Karaman, Rektor der internationalen Time Schule in Ipoh (Malaysia), wurde als er sein Haus für ein Treffen in Kuala Lumpur verließ entführt.

Laut dem Bericht seines Anwalts, eingereicht bei der Polizei in Kuala Lumpur, wurde Karaman als er zu seinem Wagen ging von fünf Männern gekidnappt.

Zwischenzeitlich wurde Ihsan Aslan, ein in Malaysia ansässiger türkischer Geschäftsmann und Sympathisant der sog. Gülen-Bewegung, ebenfalls entführt. Ein Polizeibericht wurde dementsprechend schon ausgefertigt. Herr Aslan ist Mitglied der Malaysisch-Türkischen Industrie- und Handelskammer, die in Kuala Lumpur ansässig ist. Die Ehepartnerin gab bekannt, dass sein Handy im Verteidigungsministerium geortet wurde.

Ein Freund von Karaman berichtete der Polizei: “Diese fünf Männer haben Herrn Tugay in einer ihrer Autos, nämlich in ein Nissan Almera mit dem Kennzeichen WQE 8216, gezwungen. Der andere Wagen war ein Proton Gen-2 mit dem Kennzeichen BFD 6198. Dieser fuhr dem Nissan  hinterher.”

Nach dem Karaman nicht zu einem geplanten Treffen mit seinem Freund und einem Rechtsanwalten erschien, gingen diese Zwei zu seiner Wohnung. Schließlich wurden schon zwei andere Türken, Sympathisanten der sog. Gülen-Bewegung, in Malaysia vom türkischen Geheimdienst entführt. Die türkischen Behörden werfen der Bewegung vor hinter dem Putschversuch Juli 2016 zu stecken.
Anhand der Videoüberwachungsaufnahmen vom Parkhaus in dem Karaman sein Auto stehen ließ, stellten Karamans Freunde fest, dass er von fünf unbekannten Männern in ein Auto gesteckt und an einen fremden Ort verschleppt wurde.

Karamans Freund führte weiterhin aus: “Ich bitte die Polizei darum die Ermittlungen aufzunehmen und das Immigrationsdepatment zu benachrichtigen, um jegliche Abschleppungsversuche Herrn Turgays aus Malaysia zu verhindern. Ich mache mir Sorgen um unsere Sicherheit, den wir sind ebenso dieser Gefahr ausgesetzt.”

Im Oktober vergangenen Jahres lieferten die malaysischen Behörden zwei türkische Staatsbürger auf Ersuchen der türkischen Regierung an die Türkei aus. Sie wurden im Rahmen der “Säuberungen” gegen die Bewegung ausgeliefert, nachdem sie von türkischen Geheimdienstlern in Malaysia entführt wurden.

Die türkische Botschaft rief letzten September dazu auf, Schulen mit Verbindungen zu Gülensympathisanten in Malaysia, sowie vielen anderen asiatischen Ländern, zu schließen. Zudem wurde bekannt, wie der türkische Botschafter von den Behörden forderte rechtliche Verfahren gegen die Sympathisanten der Gülenbewegung einzuleiten.
Die türkische Regierung wirft der Bewegung vor, der Drahtzieher beim Putschversuch vom 15. Juli gewesen zu sein. Dies wurde und wird von der Bewegung unter dem Verweis auf ihre Bildungsarbeit abgestritten. Zumal die Bewegung sich den Einsatz für Verständigung, Dialog und Frieden auf die Fahnen geschrieben hat. Die Bewegung ist bekannt für ihre Bildungs- und Hilfsaktivitäten in über 170 Ländern, aber Beamten des türkischen Außenministeriums versuchen seit jüngstem den innländischen Druck auf ausländische Gründungen der Bewegung auszudehnen. (Turkish Minute)

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